Tuesday, March 17, 2009

Lynx returns to Germany's Spessart

Luchs und Mensch im Spessart
Ausbildung von ehrenamtlichen Beauftragten hat begonnen

(agä) Der Luchs ist in den Spessart zurückgekehrt, das zeigt die zunehmende Zahl von Spuren. So wurden im Hochspessart in den letzten Monaten regelmäßig Luchse gesichtet, informiert der Naturpark Spessart in einer Mitteilung. Bisher sind es wahrscheinlich nur wenige Tiere, die vermutlich über Rhön und Vogelsberg zugewandert sind, doch Experten schätzen, dass sich langfristig eine Population mit etwa 15 bis 25 Großkatzen im Spessart etablieren könnte.

Um die Rückkehr der Großkatze zu begleiten und Konflikte mit Landnutzern zu vermeiden, hat das bayerische Staatsministerium für Umwelt gemeinsam mit Jagd- und Naturschutzverbänden einen Luchsmanagementplan erarbeitet. Ein Bestandteil dieses Plans ist die Ausbildung von ehrenamtlichen Beauftragten für Luchs, Bär und Wolf, die Schäden und Spuren begutachten, die Öffentlichkeit informieren und örtliche Ansprechpartner sind.

Auch im Naturpark Spessart werden in den nächsten Monaten ehrenamtliche „Luchsbeauftragte“ aus- und fortgebildet – gemeinsam mit den hessischen Luchsberatern des Arbeitskreises „Hessenluchs“ und des Luchshegerings Vogelsberg. Die Federführung bei der Ausbildung übernimmt das bayerische Umweltministerium, unterstützt wird es von den Jagd- und Naturschutzverbänden in Bayern und Hessen. Eine erste Veranstaltung für die zukünftigen Luchsbeauftragten fand am Wochenende in Heigenbrücken statt.

Der Naturpark Spessart und der Bund Naturschutz Bayern hatten 25 Interessierte aus den Bereichen Jagd, Forst, Naturschutz und Landwirtschaft eingeladen und über Ausbildungsziele und Inhalte informiert. Dr. Thomas Keller von der Höheren Naturschutzbehörde der Regierung von Unterfranken stellte den Luchsmanagementplan vor. Dieser sieht nicht nur die Aus- und Fortbildung von ehrenamtlichen Beauftragten in den Luchsgebieten vor, sondern auch eine systematische Erfassung der Luchspopulation und eine intensive Öffentlichkeitsarbeit, um Akzeptanz zu fördern und Vorbehalte gegenüber dem Tier abzubauen. Auch ein Entschädigungsfonds ist Bestandteil des Konzepts. Getragen vom Umweltministerium, dem Landesbund für Vogelschutz, dem Bund Naturschutz sowie dem bayerischen Jagdverband und verwaltet von der Wildlandstiftung, können über den Fonds Schäden an Nutztieren und Gehegewild ausgeglichen werden. Voraussetzung ist jedoch die Begutachtung der gerissenen Nutztiere durch ausgebildete Luchsbeauftragte. Jährlich vier bestätigte Luchsrisse registrierten die bayerischen Behörden in den vergangenen Jahren.

Oliver Kaiser vom Naturpark Spessart äußerte sich zuversichtlich, dass auf dieser Basis ein gutes Miteinander von Luchs und Mensch im Spessart langfristig möglich ist.

Meldungen zu Luchs-Sichtungen, Spuren und Rissen: Hessischer Spessart Martin Hamburger, Arbeitskreis Hessenluchs, Tel. (0 60 51) 97 78 85, Bayerischer Spessart, Hubert Gebhard, Bayerischer Staatsforst, Revier Rothenbuch, Tel. (0 60 94) 12 26, Mobil-Tel. (01 79) 5 41 54 20.

http://www.mainpost.de/lokales/main-spessart/Luchs-und-Mensch-im-Spessart;art772,5028859

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