Monday, October 19, 2009

Lynxes return to Austrian national park

Luchse kommen in den Nationalpark zurück

18. Oktober 2009 | 17:32 | | Anton Kaindl (SN).

Raubkatzen. Die Luchse kehren offensichtlich nach Salzburg zurück. Der wissenschaftliche Beweis fehlt noch, aber die Meldungen im Nationalpark Hohe Tauern häufen sich.

Fusch (SN). Die einst bei uns ausgerotteten Luchse kehren nach Salzburg zurück. „In den letzten Wochen haben sich die Meldungen gehäuft, hauptsächlich im Bereich Fusch“, sagt Nationalparkdirektor Wolfgang Urban. „Es gibt gute Fotos von den Spuren und schlechte, in der Dämmerung aufgenommene, von den Tieren selbst.“
Der Nationalpark hat jetzt Wildbiologen eingebunden, die nachweisen sollen, dass es sich tatsächlich um Luchse handelt. Das ist nicht einfach. Es könnten auch Hauskatzen sein. „Was uns skeptisch macht, ist, dass es bisher keine Schadensmeldungen über gerissene Tiere gibt“, sagt Urban.

Selbst wenn es sich dieses Mal noch um Hauskatzen handeln sollte, ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis die Luchse in den Salzburger Nationalparkanteil zurückkehren. „Der Lebensraum ist für die Tiere geeignet und in Kärnten taucht der Luchs immer wieder auf.“ Die Meldungen über Luchsbeobachtungen kommen meist von Jägern. Wanderer werden den scheuen und nachtaktiven Tieren kaum jemals begegnen. Das ist nur Jägern möglich, die in der Dämmerung still auf einem Hochstand sitzen.

Luchse waren ebenso wie Bären, Wölfe, und Bartgeier im ganzen Alpenraum heimisch. In Salzburg hat man diese Tiere im 19. und 20. Jahrhundert ausgerottet. Der Bartgeier ist wieder angesiedelt und auch die anderen Beutegreifer sind auf dem Vormarsch.

Ein Bär wurde bereits 2003 in Fusch gesichtet. „Aber Bären sind bei uns nur auf Durchzug“, sagt Urban. Bären brauchen große zusammenhängende Waldgebiete, die es im Nationalpark nicht gibt. „Niemand glaubt, dass Bären bei uns heimisch werden. Die, die hier gesehen werden, kommen aus Slowenien. Das ist für Bären keine große Distanz.“

Auch der Wolf nähert sich Österreich, von Norden aus Tschechien und von Südwesten aus Italien und dem Schweizer Kanton Graubünden. „Er ist noch nicht angekommen, aber es schaut so aus, als nähere er sich“, sagt Urban. „Das sind keine großen Rudel mit 20, 30 Tieren, sondern kleine Gruppen von zwei oder drei Wölfen.“

Der Nationalpark bereitet sich auf die Rückkehr der Raubtiere jedenfalls vor. Urban: „Damit es keine emotionalen Überreaktionen gibt und damit wir wissen, wie man damit umgeht, treffen wir Vorsorge. Wir machen immer wieder öffentliche Veranstaltungen und letztes Jahr habe ich einen Ranger in einen italienischen Nationalpark geschickt, damit er sich dort das Wolfsmanagement anschaut.“

Im Nationalparkkuratorium gibt es einen Beschluss, dass man Bär, Luchs und Wolf nicht aktiv ansiedelt. Aber ihre selbstständige Rückkehr wird man nicht verhindern. Für den Menschen sind die scheuen Tiere keine Gefahr. „Ich weiß von keinen Zwischenfällen“, sagt Urban. Probleme seien allerdings in dicht besiedelten Gebieten möglich, wo Bär und Wolf schnell zu Kulturfolgern werden und dann die Mülltonnen plündern. „Das wollen wir nicht, aber das ist bei uns auch unwahrscheinlich. Sonst müsste man die Tiere vielleicht von den besiedelten Gebieten fernhalten.“

Für gerissene Haus- und Weidetiere werden die Besitzer entschädigt. Gemäß Jagdgesetz gibt es für Schäden, die durch jagdbares Wild verursacht werden, einen Fonds. Und Bär, Wolf und Luchs gelten als jagdbares Wild, sind aber ganzjährig geschont.

http://www.salzburg.com/online/ticker/aktuell/Luchse-kommen-in-den-Nationalpark-zurueck.html?article=eGMmOI8VfvuGswh05KzHywTouWcdqZNnCNuUgRz&img=&text=&mode=

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