Wednesday, January 06, 2010

Switzerland: Lynx returns to Aargau region

Mittwoch 06. Januar 2010

Festtagsschmaus für Luchs B166

Fricktal Die Solothurner Raubkatze tappte an Heiligabend in Ueken in die Fotofalle

Luchs B166 ist wieder im Aargau. Er feierte Weihnachten im Fricktal.

Der Luchs ist im Aargau immer noch ein seltener Gast. Die Meldungen über Sichtungen häufen sich zwar auch hier, aber meist bleiben sie unbestätigt. Ein bekanntes Tier ist Luchs B166. Die nach Aktenzeichen klingenden Namen erhalten die gewissermassen aktenkundigen Luchse von der Koordinationsstelle zum Raubtiermanagement des Bundes. B166 also, man weiss nicht ob es sich um ein männliches oder weibliches Tier handelt, wurde erstmals im März 2009 im Aargau fotografiert, in Erlinsbach. Dann wurde er im Juni im solothurnischen Kienberg beobachtet und jetzt ist er im Fricktal in die Fotofalle getappt. Im Revier Ueken stiessen Jäger auf ein gerissenes Reh. Das war am 21. Dezember. Sie informierten umgehend die kantonale Jagdverwaltung, die beim Kadaver eine Fotofalle aufstellte. Das nebenstehende Bild zeigt B166 gewissermassen beim Weihnachtsessen, es wurde am 24. Dezember aufgenommen.
Man nimmt an, dass der Luchs aus dem Solothurner Jura eingewandert ist. Dort gibt es bereits hitzige Diskussionen um den Räuber. Der Luchs hat sich prächtig vermehrt, nicht nur zur Freude der Jäger, die allmählich ernsthafte Konkurrenz durch Luchsüberbestände sehen und verärgert waren, als eine Abschussbewilligung widerrufen wurde. Im Aargau droht ein solcher Streit kaum. Ein Luchs bewegt sich im Laufe des Jahres in einem Gebiet von 100 bis 200 Quadratkilometern. Es gebe im Aargau kaum genügend zusammenhängende Waldflächen, dass sich das Raubtier im grösseren Stil ausbreiten würde, so Dominik Thiel von der Sektion Jagd und Fischerei. Dass B166 hier sein Revier gefunden hat und immer wieder im Fricktal oder im Grenzgebiet zu Solothurn anzutreffen sein wird, davon ist aber auszugehen. Meldungen über Luchse gab es auch schon aus dem Ostaargau, mehr als drei Tiere dürften im ganzen Kanton aber nicht heimisch sein. (mou)

http://www.oltnertagblatt.ch/?srv=ops&pg=detail&id=364957

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